Lage/Klima                                                                                                                      
Das Eiland liegt ganz im Süden der Karibik, zwischen Aruba und Bonaire (auch ABC Inseln genannt) ca. 40 km nördlich der venezolanischen Küste.
Das Klima ist subtropisch, Durchschnittstemperatur 27 Grad eher trocken mit einem steten Passatwind, der jedoch im September und Oktober etwas abflaut und besonders heisse Tage und Nächte beschert. Regenzeit ist im November und Dezember, die aber nicht mit anderen Regenzeiten der Karibik vergleichbar sind. Hier regnet es relativ wenig, was sich auch in der Vegetation der Insel widerspiegelt.

Wer ein grünes Paradies a la Robinson Crusoe erwartet ist auf Curacao definitiv falsch. Die Landschaft ist savannenähnlich, keine Regenwälder, viele Kakteen und Gestrüpp. Und Leguane! In der zweiten Jahreshälfte 2010 hat es auf Curaçao unverhältnismäßig viel geregnet und die Insel in ein grüneres Paradies verwandelt.


Hafenhauptstadt Willemstad 
Die Hafenstadt Willemstad bezaubert durch frabenfrohe holländische Kolonialbauten. Seit 1997 sitzen über 750 Gebäude Willemstads auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Einwohner/Sprache/Religion 
Es werden ca. 150.000 Einwohner geschätzt. Im April 2011 wurde eine Volkszählung durechgeführt, das Ergebnis aber noch nicht veröffentl. Aufgrund der bewegenden Geschichte der Insel, leben heutzutage mehr als 55 Nationen friedlich miteinander. Die Amtssprache ist Niederländisch, gesprochene Sprache in allen Gesellschaftschichten das Papiamentu, eine Kreolsprache. Auch Spanisch und Englisch wird fast überall gesprochen. 80% der Insulaner ist katholisch, es gibt eine Moschee, eine Synagoge und einen Hindu Tempel.

Geschichte
Die Arawak Indianer waren die ersten Einwohner von Curacao, bevor der spanische Leutnant Alonso de Ojeda die Insel im Jahre 1499 entdeckte.

Im Jahr 1634, lange nachdem die Spanier Curacao verlassen hatten, beanspruchte die holländische „West Indische Handelsgesellschaft“ die Insel für sich. Entdecker Peter Stuyvesant wurde 1642 Gouverneur der Insel. Bald darauf avancierte Curacao zum lebhaften Handelszentrum und entfaltete umfangreiche Aktivitäten im Sklavenhandel. Während dieser Periode ist die lokale Sprache Papiamentu - eine Mischung aus portugiesischen, spanischen, holländischen und afrikanischen Dialekten der Sklaven - entstanden und wurde das wichtigste Kommunikationsmittel.

Kurz danach wurden jüdische Familien aus Holland, anderen Teilen Europas und Asiens auf Curacao sesshaft. Die jüdische Bevölkerung erreichte in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts schon eine Einwohnerzahl von über 2.000 Personen. 1732 wurde von dieser Gemeinde die Mikve Israel Emanuel Synagoge in Willemstad fertig gestellt, die älteste, stets in Betrieb gewesene, Synagoge in der westlichen Hemisphäre.

Bei der Entdeckung des Öls in der Maracaibo-See vor Venezuela entschied 1914 die Caribbean Petroleum Kompanie, auf Curacao eine Raffinerie zu bauen. Im Mai 1918 war diese betriebsbereit. Die 440 Hektar große Raffinerie in Schottegat, ab 1960 in den Händen von Shell Curacao N.V., beschäftigte zu den besten Zeiten mehr als 2.500 Menschen aus aller Herrenländer.